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25. Januar 2012

Selbständige IT-Profis haben in der Regel das Nachsehen, wenn ein IT-Projekt, für das sie sich bereithalten mussten, in letzter Minute platzt. Ein aktueller Fall zeigt jedoch, dass sie gegenüber der Vermittlungsagentur Schadensersatz geltend machen können.

von Alexandra Mesmer (COMPUTERWOCHE-Redakteurin)

Foto: Fotolia, Joachim Wendler

In einem Projektvertrag zwischen einer Vermittlerfirma und einem IT-Experten verpflichtete sich ein Freiberufler, entgeltlich IT-Dienstleistungen für einen Endkunden zu erbringen. Sowohl das Auftragsvolumen als auch die konkrete Auftragsdauer waren vertraglich offen geblieben. Laut einer Formularklausel des streitgegenständlichen Vertrags musste sich der Auftragnehmer zwingend ab einem bestimmten Zeitpunkt bereithalten, da ansonsten eine hohe Vertragsstrafe fällig geworden wäre.

Unmittelbar nach Vertragsbeginn teilte der Vermittler dem IT-Berater jedoch nicht mit, wo und wann er mit seinem Einsatz beginnen solle. Bis zum Ablauf von zwei weiteren Monaten trat die Vermittlerfirma weder vom Vertrag zurück noch kündigte sie diesen. Die Unternehmensberatung des IT-Spezialisten erlitt nicht nur Verdienstausfall in erheblicher Höhe, sondern hatte zusätzlich Rechtsunsicherheit, die Vertragsstrafe zu verwirken, sollte sie sich nicht länger zur Diensterbringung bereithalten.

Foto: Ina Becker, Rechtsanwältin

Im Rahmen der außergerichtlichen Verhandlungen lehnte die Vermittlerfirma zunächst jegliche Haftung ab. Sie verwies auf zahlreiche formularmäßige Haftungsausschlüsse des Projektvertrags. Auf Intervention der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Ina Becker, Hamburg, zahlte der Vermittler dem IT-Experten schließlich eine angemessene Summe für entgangenen Gewinn und Kosten der anwaltlichen Beauftragung, um eine drohende gerichtliche Klage zu vermeiden.

Vertrag darf Freiberufler nicht einseitig belasten

Ein Unternehmen kann sich keineswegs vorsorglich von jeglicher Haftung für vertragswidriges Verhalten durch Gestaltung seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen frei zeichnen. Ein faires vertragliches Austauschverhältnis ist bei grob einseitig belastenden Klauseln wie der vorliegenden Vertragsstrafenregelung und einem pauschalen Schadensersatzausschluss nicht mehr gegeben, meint Rechtsanwältin Ina Becker.

Die Verwendung unwirksamer Formularklauseln verstößt gegen die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme und verpflichtet nach den Grundsätzen der so genannten culpa in contrahendo (Verschulden bei Vertragsschluss) zum Schadensersatz.

Außerdem wirkte sich im vorliegenden Fall der Umstand aus, dass der Vermittler aufgrund interner organisatorischer Mängel weder einen rechtswirksamen Rücktritt vom Vertrag erklärte noch zeitnah rechtswirksam kündigte. Es entspricht bereits dem allgemeinen Rechtsgefühl, dass man einen Geschäftspartner nicht so lang im Unklaren über seine eigene Verpflichtung zur Diensterbringung lassen darf.

Quelle: http://www.computerwoche.de

4. Januar 2012

IT-Freiberufler Android App-Entwickler dringend gesucht

Zwar haben sich mehr als 60 Prozent der freien App-Entwickler auf Apple spezialisiert. Doch Auftraggeber suchen dreimal so häufig nach Android-Experten, wie Gulp herausfand.

Fast zwei Drittel der freiberuflichen App-Spezialisten sind im Apple-Bereich tätig. Wie eine Umfrage des Projektportals Gulp ergab, haben sich 60,2 Prozent der App-Entwickler auf iPhone, iPad und iOS spezialisiert. Die Android-Experten belegen mit großem Abstand den zweiten Rang.

Nur 16,5 Prozent der freiberuflichen App-Entwickler haben Android zu ihrem Spezialgebiet erklärt. Windows (8,4 Prozent), Symbian (8,2 Prozent) und Blackberry (6,7 Prozent) bewegen sich allesamt im einstelligen Prozentbereich.

Beim Bedarf an Freiberuflern dominiert allerdings nicht Apple sondern Android. In den Apps-Anfragen die das Projektportal auswertete, suchten die Auftraggeber dreimal so häufig Android-Spezialisten als Apple-Experten. Auf Platz zwei folgen recht abgeschlagen die iPhone/iPad-Experten, auf dem dritten Rang Windows Phone und Windows Mobile.

Je nach Spezialgebiet unterscheiden sich auch die Skills, die ein Spezialist für mobile Apps mitbringen sollte: Entwickler für iPhone und iPad benötigen in der Regel Know-how in der Programmiersprache Objective-C sowie mit den Entwicklungs-Frameworks Cocoa oder Cocoa Touch und der Entwicklungsumgebung Xcode. Wer sich auf Android-Apps spezialisiert, arbeitet in der Regel mit Java und XML. Häufig wird als Entwicklungsumgebung Eclipse mit dem Android Development Tools (ADT) Plugin verwendet.

Quelle: www.cio.de

SAP- und Java-Experten sind die gefragtesten und teuersten IT-Freelancer. Laut Page Contracting lässt die gute Auftragslage manchen unzuverlässig werden.

Für die meisten IT-Freiberufler war 2011 ein gutes Auftragsjahr: “Was den Einsatz von Freiberuflern angeht, war 2011 ein Boomjahr”, bestätigt Gerd Schorn, der als Director beim Personalvermittler Page Contracting tätig ist. Die Nachfrage habe sich im Vergleich zu 2010 gesteigert, so Schorn. Und dabei war bereits 2010 ein gutes Jahr für IT-Freiberufler: Sie waren besser ausgelastet als in den Vorjahren und erwirtschafteten laut der IT-Projektbörse Gulp einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 115.000 Euro.

2011 war ein Boomjahr für IT-Freiberufler, sagt Gerd Schorn vom Personalvermittler Page Contracting.Vergrößern
2011 war ein Boomjahr für IT-Freiberufler, sagt Gerd Schorn vom Personalvermittler Page Contracting.
Foto: Page Contracting

Wie gefragt Freiberufler momentan sind, merkten auch schnell die Unternehmen, die sie beauftragen wollten. “Wer sich als verfügbar gemeldet hat, war sehr häufig nur kurz frei, bevor ein neues Projekt angenommen wurde”, sagt Gerd Schorn von Page Contracting. Teilweise wäre das nicht einmal eine Frage von Tagen sondern nur von Stunden gewesen. Auch die Marktforscher von Lünendonk berichteten kürzlich in einer Studie davon, dass der Markt an IT-Freiberuflern bald leergefischt sein könnte. Wer dabei nicht vorausschauend rekrutiere, müsse mit langen Wartezeiten und überproportional steigenden Honorarforderungen rechnen, so die Lünendonk-Studie.

Was für Unternehmen zur Belastung werden kann, ist eine komfortable Situation für die IT-Freiberufler. Denn sie können sich ihre Auftraggeber momentan aussuchen und mit den richtigen Projekten hohe Stundensätze erzielen. “Auch 2012 werden die Freiberufler im SAP-Bereich die gefragtesten sein”, sagt Schorn. Erfahrene SAP-Freelancer könnten zurzeit Stundensätze von 80 Euro und mehr verlangen. Auch die Nachfrage nach Java-Entwicklern sieht Schorn im kommenden Jahr ungebrochen. Sie könnten 70 bis 85 Euro pro Stunde verlangen, wer Java-Architekturen aufsetzen kann, bekommt sogar bis zu 95 Euro Stundenhonorar. Ein dritter Freelancer-Bereich, der auch 2012 mit vielen Angeboten rechnen darf, sind die Spezialisten im Bereich Webentwicklung, sowohl im Frontend- als auch im Backendbereich.

Sogar bei Nischenthemen sieht Schorn im kommenden Jahr gute Möglichkeiten für IT-Freiberufler. “Beim Mainframe-Thema beobachten wir seit Jahren, dass Spezialisten vielfach das Rentenalter erreichen und es schwierig ist, Jüngere in diesem Bereich zu finden.” Der Mainframe-Bereich wachse zwar nicht mehr, aber gerade bei Banken und Versicherungen suche man nach wie vor Experten, die sich mit diesem Thema auskennen. Erst kürzlich nannte unsere amerikanische Schwesterpublikation Computerworld die Vertrautheit mit alten Systemen als eine von sechs Fähigkeiten, an denen es IT-Absolventen mangelt. Denn auch wenn es bereits neuere Technologien gibt, suchen Unternehmen nach wie vor Mainframe-Experten zur Wartung der laufenden Anwendungen.

Quelle: http://www.cio.de

2. Januar 2012

Google zahlt an Mozilla jährlich 300 Millionen US-Dollar

Kurz vor Weihnachten hatten Mozilla und Google ihren Vertrag erneuert. Google lässt sich die Unterstützung von Firefox einiges kosten, wie mittlerweile bekannt geworden ist.

Mozilla und Google hatten kurz vor Weihnachten den im November abgelaufenen Vertrag bezüglich der Suchergebnisse in Firefox verlängert. Die finanziellen Details nannten die beiden beteiligten Unternehmen allerdings nicht. Die hat mittlerweile die US-IT-Site AllThingsD nachgereicht. Demnach ist Firefox dem Suchmaschinengiganten Google immerhin 300 Millionen US-Dollar im Jahr wert. Diesen Betrag soll laut der Website Google jährlich an Mozilla zahlen. Google wird dafür weiterhin die Standard-Suchmaschine in Firefox bleiben.

Im Jahr 2010 hatte Mozilla verkündet, dass 84 Prozent der jährlichen Einnahmen in Höhe von 123 Millionen US-Dollar von Google stammten.Grund für die enorme Wertsteigerung von Firefox dürfte die Tatsache gewesen sein, dass Microsoft mitgeboten hat, um seine Suchmaschine Bing prominenter in Firefox zu platzieren. Letztendlich, so AllThingsD, habe aber Google “gewonnen” und zahlt nun für die kommenden drei Jahre jährlich 300 Millionen US-Dollar an Mozilla.

Quelle: www.pcwelt.de

23. Juni 2010

Auszeichnung für den IT-Freelancer 2010 zu vergeben

München, 8.6.2010 – Der „IT Freelancer des Jahres 2010“ wird gesucht. Dazu veranstaltet das IT Freelancer Magazin einen Wettbewerb mit Unterstützung der Gesellschaft für Informatik (GI). Es wird nur Gewinner geben, versichern die Veranstalter. Jeder Teilnehmer kann aus den Erfahrungen der freiberuflichen Kollegen im Wettbewerb lernen. Zudem rücken die Gewinner in den Fokus interessanter Auftraggeber.

IT-Freiberufler und ihre Bedeutung sind mit der Informationstechnik als Schlüsselindustrie längst etabliert. Mittlerweile gibt es in Deutschland weit über 50.000 externe IT-Spezialisten. Ihr Umsatz beträgt jährlich rund fünf Milliarden Euro. Ob für Banken, Versicherungen oder öffentliche Verwaltung – ohne sie würden viele IT-Projekte nicht gestemmt. Dennoch gehört der freiberufliche IT-Experte zu den eher unbekannten Wesen in der modernen Wirtschaft. Zwar ist die Spanne dessen, was er an Know-how anbietet, enorm. Das persönliche Marketing hinkt jedoch hinterher.

Daher will diese Aktion Bewusstsein für ganzheitliche, persönliche Bestleistungen schaffen und stärken. Zugleich wird der IT-Freiberufler als wichtiger Wirtschaftsfaktor herausgehoben. Gefragt beim Wettbewerb sind: marktfähige Qualifikation, aussagekräftige Präsentation, Referenzen von Kunden und Stärken der Persönlichkeit. Welche Unterlagen die Teilnehmer dafür auswählen, liegt bei diesen selbst. Sie schicken die Unterlagen per E-Mail an itfreelancer2010@it-free.info oder per Post an den Verlag. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2010.

Branchenkenner bilden die Jury. Dr. Gisela Bolbrügge, Geschäftsführerin der PerfectMatch GmbH, Dr. Christiane Strasse, Geschäftsführerin der Projektwerk GmbH, Frank Schabel, Leiter Marketing/Corporate Communications Hays AG, Hans-Martin Mensch, Leiter DATOS IT Competence GmbH, Thomas Matzner, freiberuflicher Diplom-Informatiker in München, Manuela Reiss, IT Freelancer des Jahres 2009. Vorsitzender der Jury ist Wolf-Dietrich Lorenz, Chefredakteur des IT Freelancer Magazins. Sie prüfen die Unterlagen, interviewen die Kandidaten und küren die drei Besten. Das Endergebnis wird im Frühjahr 2011 bekannt gegeben. Die Gewinner erhalten wertvolle Preise und werden im IT Freelancer Magazin der Branche vorgestellt.

Einsendeschluss: 15. Oktober 2010
Unterlagen an: itfreelancer2010@it-free.info
Ausführliche Informationen zum Wettbewerb erhalten Interessierte auf
www.it-free.info.
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IT Freelancer Magazin – Aufträge, Recht, Know-how
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